Allgemeine Informationen

Um Bauwerke, wie Häuser, Brücken oder Kirchen zu errichten, werden Gerüste benötigt, die den fleißigen Architekten, Handwerkern und Ingenieuren, Sicherheit und Schutz bieten. Weil die meisten Gebäude mehrere Meter in die Höhe ragen, besteht zum Beispiel bei Arbeiten an der Fassade oder auf dem Dach die Gefahr, dass Mitarbeiter abstürzen und sich beim Fall schwer verletzen. Ein Gerüst dient deshalb der Sicherheit auf dem Bau und ist früher wie heute unverzichtbar.

In der Antike und im Mittelalter haben die Bauleute ein Holzgerüst angefertigt, um auf diesem anspruchsvolle und komplizierte Arbeiten auszuführen. Besonders bei großen Bauwerken, wie Kirchen oder imposanten Kathedralen nutzten die Handwerker ein Holzgerüst, um schwer zugängliche Bereiche zu bearbeiten. Dazu gehörten Tätigkeiten wie die Verputzung der Fassade oder Arbeiten auf dem Dach.

Auch auf heutigen Baustellen gibt es deshalb verschiedene Arten von Gerüsten. Mittlerweile sind die Tragsysteme nicht mehr aus Holz, sondern überwiegend aus Metall und werden von speziellen Fachfirmen zur Verfügung gestellt. Die sogenannten "Gerüstbauer" bringen Material und Werkzeuge zur Baustelle, um dort das Gerüst aufzustellen. Diese Dienstleistung spart dem Bauherrn Zeit und Geld. Wenn die Arbeiten am Objekt beendet sind, bauen die Fachleute das Gerüst wieder ab und kümmern sich anschließend um den nächsten Auftrag.

Heutzutage werden Gerüste für vielfältige Aufgaben benötigt. Angefangen bei der Säuberung von Dachrinnen oder Rohrsystemen sind die tragenden Aufbauten außerdem für einige Spenglerarbeiten auf dem Dach unentbehrlich. Wandanstrich, Fassadensanierung, Stuckverzierung - für all diese Arbeiten wird ein Gerüst ebenfalls gebraucht. Dementsprechend stabil und tragfähig muss es sein. Schließlich muss es sowohl Handwerker als auch Geräte oder Materialien sicher halten können.

Manche Gerüste weisen Besonderheiten auf. Es gibt zum Beispiel große Gerüste, die mit einem Bauaufzug ausgestattet werden, um Dachbaustoffe oder Ähnliches zu transportieren. Die sogenannten Kletteraufzüge können auch für Personen zugelassen sein. In Asien gibt es neben den Metallaufbauten sogar Gerüste aus Bambusstangen. Bambus ist stabil, wetterfest und lässt sich schnell aufbauen.

Das Gerüst und besonders die Arbeiter in schwindelerregender Höhe haben es in der Fotoszene zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Wer kennt nicht die Aufnahme der Bauarbeiter auf dem klassischen schwarzweiß Foto, die mehrere hundert Meter in der Höhe sitzen, New York City unter ihren Füßen, und gerade Mittagspause machen. Seelenruhig kauen die Jungs ihre Stullen während sie ungesichert am bekannten Rockefeller Center bauen. Höhenangst darf man nicht haben, wenn man gerne als Gerüstbauer arbeiten will. Das gilt natürlich auch für Dachdecker, Stuckateure und andere Handwerker, die hoch hinaus müssen.

Das bekannteste Gerüst Deutschlands findet man wohl in Köln. Es wird auch als das "ewige Gerüst" bezeichnet, weil die Arbeiten am populären Kölner Dom vermutlich nie zu Ende gehen werden. Sobald eine Stelle an der Fassade oder der Bedachung ausgebessert wurde, wartet auf die rheinischen Dombaumeister auch schon die nächste Aufgabe. Immerhin ist das Wahrzeichen schon viele Jahrhunderte alt und soll auch die künftigen Generationen aus aller Welt begeistern und zu einem Besuch ins Rheinland motivieren.


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